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Good Urban Governance: Gute Stadtentwicklung gemeinsam mit der Stadtgesellschaft gestalten


Die Entwicklung der Stadt gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Akteuren zu gestalten, ist eine Herausforderung für die Kommunalpolitik, für die Kommunalverwaltung und auch für die Stadtgesellschaft selbst – also die Bürgerinnen und Bürger, die Gemeinwohlorganisationen und die Unternehmen (»Corporate Citizens«).

Um dieses Spannungs- und Entwicklungsfeld näher zu beleuchten, hat sich im Rahmen des diesjährigen Treffens des Netzwerks Bürgerbeteiligung das Thementeam »Urban Governance« gegründet. Bislang sind neun Netzwerker/innen an der Mitarbeit interessiert.

Was wird das Thementeam tun?
Die Gruppe konstituiert sich zurzeit. Das bedeutet auch, dass die aktuell Mitwirkenden noch gemeinsam die Inhalte und Arbeitsweise konkretisieren werden.

Die bisherigen Vorstellungen zu den Arbeitsschwerpunkten gehen in folgende Richtungen:

  • Informationsaustausch und Diskussion mit dem Ziel der Horizonterweiterung hinsichtlich der Bürgerbeteiligung und des Blicks auf die Schnittstellen und Wechselwirkungen zwischen Bürgerbeteiligung, Bürgerengagement und sektorübergreifenden Kooperationen (etwa zwischen Unternehmen, Gemeinnützigen und Kommunen) im Gemeinwesen.
  • gegenseitige Unterstützung bzw. kollegiale Beratung bei entsprechenden kommunalen Initiativen – insbesondere von Politik und Verwaltung.
  • Entwicklung praktikabler Handlungskonzepte und Instrumente, mit denen Kommunalpolitik und -verwaltung kooperative Stadtentwicklungsprozesse anregen und steuern können.

 

Was tun bei Mitwirkungsinteresse? Wer im Thementeam mitwirken möchte, kann mit Dieter Schöffmann Kontakt aufnehmen. Er beantwortet gerne alle offenen Fragen, nimmt Interessierte in den entsprechenden Verteiler auf und verschafft den Zugang zu einer eigens eingerichteten kleinen webbasierten Plattform, auf der Infos, Fragen usw. ausgetauscht und die Arbeit des Teams koordiniert werden soll.

Kontakt:
Dieter Schöffmann, ds(a)visavis-wirkt.de, 0221 4206073-1, www.visavis-wirkt.de

Zur Idee des Thementeams »Good Urban Governance«

Was bedeutet »Urban Governance« und was hat es mit dem Handlungsfeld »Bürgerbeteiligung« gemeinsam? – Urban Governance lässt sich zunächst einmal als »komplexitätstaugliche« Perspektive auf eine Stadtentwicklung mit der Stadtgesellschaft verstehen. Kommunalverwaltung und Politik sind heutzutage nicht die alleinigen Entscheider/innen und Gestalter/innen, wenn es um die Stadtentwicklung geht. Ob sie es wollen oder nicht, sind weitere gestaltungsmächtige Akteure hinzugekommen, die aus eigenem Antrieb und mit je eigenen Möglichkeiten die Stadt und ihre Zukunft prägen können und wollen: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und ihre Mitarbeiter/innen, Gemeinwohlorganisationen etc.

Für Verwaltung und Politik heißt vor diesem Hintergrund »Stadtregierung« nicht mehr Entscheiden und Umsetzen, sondern Diskurs mit der Stadtgesellschaft, Moderation komplexer Prozesse und Einbindung der gesamtstädtischen bzw. der Gemeinwohlperspektive in solche Prozesse.

Urban Governance lässt sich auch als integrierendes Dachkonzept für die vielfältigen Beteiligungs- und Mitwirkungserfordernisse und -möglichkeiten insbesondere der Bürgerinnen und Bürger verstehen. Zur Bürgerbeteiligung, dem Schwerpunkt des Netzwerks »Bürgerbeteiligung«, kommt das Bürgerengagement im Sinne der Ko-Produktion von Zusammenhalt und Daseinsvorsorge im Gemeinwesen hinzu. Während »Bürgerbeteiligung« die Aspekte der Beteiligung an und Beeinflussung von Stadtentwicklungsentscheidungen betont, bringt »Bürgerengagement« den Aspekt der Mitverantwortung der Bürgerschaft ein. Beides gehört für eine gute Stadtentwicklung zusammen.

Urban Governance hilft dabei, die Einengung der Mittel-Perspektive zu überwinden und stattdessen vom Zweck her – etwa die Gestaltung eines guten Lebens in der Stadt auch für die nächsten 30 Jahre – die dafür geeigneten Mittel abzuleiten, zu denen Bürgerbeteiligung, Bürgerengagement bzw. Ko-Produktion und sicher einiges mehr zählen.

Schließlich lassen sich unter der Überschrift »Urban Governance« verwandte Konzepte verbinden und für eine Nutzanwendung integrieren:


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