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Pilotprojekte mit Kommunen erfolgreich verbreiten


Die Praxis zeigt: das in Projekten aufgebaute Wissen wird häufig nicht unter den beteiligten Akteuren ausgetauscht und geht so im kommunalen Alltag verloren. Ein neuer Praxisratgeber gibt nun wertvolle Tipps, wie der Projekttransfer gelingen kann und zeigt auf, wie insbesondere Stiftungen mit Kommunen noch besser zusammen arbeiten können.

Ziel des gemeinsam vom Bundesverband Deutscher Stiftungen und der Bertelsmann Stiftung herausgegebenen Praxisratgebers ist es, Wege aus dem »Transfer-Dilemma« aufzuzeigen und Mitarbeitende von Stiftungen anhand konkreter Empfehlungen zu motivieren, erfolgreiche Pilotprojekte in andere Regionen zu übertragen und getreu dem Titel der Publikation »gemeinsam durchzustarten«.

Die Autor/innen der Publikation betonen, wie wichtig der nachhaltige Transfer von Projekten ist – in der Alltagspraxis würde aber »eher die Entwicklung neuer als der Transfer bereits vorhandener Ansätze« gefärdert. Zugleich helfe das bloße Wissen um die Existenz guter Lösungen nicht dabei, »hervorragende Ideen und erprobte Ansätze auch systematisch in möglichst viele Städte und Gemeinden zu übertragen«. Durch fehlende Nachhaltigkeit und mangelnde Transferbereitschaft werde zudem ein »ineffizienter Umgang mit den Ressourcen Zeit, Wissen, Kompetenzen und Finanzmittel« etabliert.

Die Publikation nennt deshalb zentrale Faktoren, um Transferprozesse vorzubereiten, durchzuführen und nachhaltig zu gestalten. Die Handlungsempfehlungen orientieren sich dabei an Fragen und Herausforderungen, die direkt aus der Praxis stammen: Was ist die eigentliche Rolle der Stiftung beim Transfer? Welche Ressourcen und Potenziale stehen zur Verfügung? Welche Kompetenzen braucht es, um den Transferprozess erfolgreich zu gestalten?

Die Autor/innen verstehen Kommune hierbei nicht nur als kommunale Verwaltungseinheit, sondern als »lokalen Handlungsspielraum verschiedenster Akteure«. Dazu gehörten Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung ebenso wie regionale Partner aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft: Vereine, Verbände, Initiativen, lokale Stiftungen, Sozialunternehmen, Universitäten etc. Dementsprechend groß und vielfältig sei die Gruppe der kommunalen Partner, die bei der Gestaltung von Transferprozessen eine Rolle spielen.

Der 45 Seiten starke Praxisratgeber steht kostenlos zum Download bereit.


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