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Motive politischer Aktivität junger Erwachsener im Netz


Das Internet ist für junge Menschen ausschließlich ein Ort der Zerstreuung und Unterhaltung – so das gängige Klischee. Dass junge Menschen das Netz intensiv nutzen, um auf politische Missstände aufmerksam zu machen und sich an politischen Prozessen zu beteiligen, zeigt nun eine Studie zu den Motiven politischer Aktivität junger Erwachsener im Internet, die von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg durchgeführt wurde. Allerdings konstatiert die Studie auch, dass das Internet bislang nur wenige junge Menschen politisch mobilisieren kann, die sich »offline« nicht beteiligen. So sind vor allem diejenigen jungen Erwachsenen politisch interessiert und engagiert, die einen überdurchschnittlich hohen sozio-ökonomischen Status aufweisen. Gering gebildete und einkommensschwache Bevölkerungsgruppen enthalten sich häufiger als andere Teile der Bürgerschaft der Beteiligung am politischen Prozess. Das Internet konnte an dieser Situation nichts verändern, der »Trend der wachsenden Beteiligungskluft zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen hält an«, so ein Fazit der Autor/innen. Zudem zeigt die Studie, dass sich die meisten politisch Aktiven nicht nur im Internet engagieren, sondern sowohl klassische als auch neue Beteiligungsformen nutzen. Die Studie basiert auf einer repräsentativen telefonischen Befragung von 1.000 jungen Erwachsenen im Alter zwischen 22 bis 35 Jahren. 

Die Studie im Wortlaut (PDF)


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